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Stuttgarter Zeitung, 10.1. 2013 - pdf

In keinem europäischen Land arbeiten mehr Frauen in Führungspositionen als in Norwegen – trotzdem sind die Geburtenraten hoch. Das geht dank einer fortschrittlichen Familienpolitik und einer Gesellschaft, die sich modernen Rollenbildern öffnet. 

Sandnes - Draußen ist es noch stockdunkel, drinnen hockt die zweijährige Sophia im gedämpften Licht und malt. Das blonde Mädchen reibt sich die verschlafenen Augen. Um 6.30 Uhr kämpft auch Mutter Emilia Thingbo gegen Müdigkeit. Sie sitzt neben ihrer Tochter auf dem weißen Ledersofa, ein Schminkset auf dem Tisch und mustert sich mit kritischen Blicken in einem Taschenspiegel. Dann legt sie dezentes Make-up auf.

Im Dialog gleichen wir uns sprachlich einander an. So verändert sich langfristig sogar unsere Sprache. Aber wieso passen sich manche Menschen mehr und manche weniger an? Computerlinguisten haben einen neuen Faktor entdeckt.

Mehr dazu in meinem aktuellen Artikel auf spektrum.de oder hier auf dieser Seite.

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Stuttgarter Zeitung, 25.10.2012  -  pdf

Die Stuttgarter Wissenschaftlerin Elba del Carmen Valderrama hat Mobiltelefone in panamesischen Schulen verteilt. Ergebnis ihres Experiments: die Geräte sind eine große Bereicherung für den Unterricht

Ein Stimmengewirr wie freitagnachmittags in einer Bahnhofshalle. Verwackelte Szenen, hektische Kameraschwenks. Der Clip erinnert auf den ersten Blick an Youtube-Filme über Unruhen im Nahen Osten. Erst auf den zweiten Blick sieht man in der Ferne, am Ende des Trubels, einen Lehrer vor einer Tafel. Vor ihm ein Schüler im weißen Hemd und mit verbundenen Augen. Der Lehrer hält ihm eine Orange unter die Nase. Die Meute im Klassenzimmer reckt zwei Dutzend Mobiltelefone in die Luft. Die Teenager filmen die Unterrichtseinheit über die Sinne des Menschen.

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Stuttgarter Zeitung, 19.10.2012 spektrum.de, 21.12.2012  -  online

An der Uni Stuttgart wird erforscht, wie man sich seinen Gesprächspartnern anpasst.

Wenn der Bürokollege mit seiner Mutter telefoniert, schwäbelt er. Ruft er hingegen die Berliner Zentrale an, spricht er astreines Hochdeutsch. Viele Menschen beobachten diesen Effekt verblüfft an ihren Mitmenschen – und merken nicht, dass er sie selbst ebenso betrifft: Wir passen uns sprachlich unwillkürlich an unsere Mitmenschen an. Während manche den Wechsel zwischen Dialekt und Hochdeutsch bewusst steuern können – zumindest teilweise –, geschehen viele andere Anpassungen unbewusst: Wenn sich zwei Menschen unterhalten, benutzen sie zunehmend die gleichen Wörter, ihre Aussprache und ihre Betonung im Verlauf des Gesprächs werden sich ähnlicher.

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Magazin artur, 2/2012 - pdf

Mit Kind im Studentenwohnheim leben – das klingt nach Enge, Trostlosigkeit und Verboten. Aber manche Bewohner fühlen sich dort wie in einem kleinen Schloss.

Die Prinzessin blickt aus ihren Gemächern auf ein Stück Wiese mit jeder Menge Löwenzahn. Ihr Zwölf-Quadratmeter-Zimmer  der Wohnung 3D020 im Wohnheim Straußäcker III in Stuttgart Vaihingen teilt sie sich mit einem Kinderhochbett, einer Spielküche und ihrem Hofstaat: der fünfjährigen Lea. Die nimmt die Playmobil-Figur unsanft aus dem Regal und sagt: „Leider hat die Prinzessin kein Schloss.“ Dabei zieht sie so heftig die Schultern hoch, dass ihre unzähligen Zöpfchen hüpfen.