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Bild der Wissenschaft 01/13 Niemand merkt sich gerne komplizierte Passwörter, deshalb sind digitale Daten oft miserabel geschützt. Informatiker tüfteln an alternativen Techniken, die menschliche Stärken nutzen.

Starten wir mit einer Frage in die Runde: Verwenden Sie das Passwort „123456"? Oder „passwort1"? Ja? Sie brauchen sich nicht zu schämen: Sie befinden sich in guter Gesellschaft – der Mehrheit. „Der Mensch ist nicht dazu gemacht, sich komplizierte alphanumerische Passwörter zu merken", sagt Emanuel von Zezschwitz vom Institut für Informatik der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU).

Passwörter sollen für digitale Sicherheit sorgen. Sie sollen Unbefugte daran hindern, Daten auf dem Smartphone auszuspionieren, sich von fremden Konten zu bedienen oder im Internet unter anderem Namen einzukaufen. Nur: Sichere Passwörter kann sich niemand merken. Deshalb nutzen die meisten Menschen Passwörter wie „12345", „iloveyou" oder „Passwort1" – und geben damit die Sicherheit ihrer Daten auf. Denn das sind die ersten Kombinationen, die Hacker testen, wenn sie ein Konto oder einen Online-Zugang knacken wollen.

Von Zezschwitz und seine Kollegen forschen daher an neuen Möglichkeiten für ein sicheres Login, die Nutzer nicht überfordern. Denn, auch das haben die Münchner Forscher herausgefunden: Die menschliche Toleranz für Sicherheitsmaßnahmen ist sehr gering.

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spektrum.de, 14. August 2013 - Link

Selbst nach den Enthüllungen um das US-Geheimdienstprogramm Prism schützen nur wenige Bürger ihre Daten. Woran liegt das? Informatiker kritisieren auch ein Versagen ihrer eigenen Zunft: Viele Sicherheitsprogramme ignorieren die Eigenheiten der Menschen.

Seit den Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden weiß die Welt, dass US-amerikanische und britische Geheimdienste unsere E-Mails, Suchanfragen und Onlinekäufe mitlesen, registrieren, speichern und auswerten. Auch in Deutschland empören sich Politiker und Datenschützer über das nahezu lückenlose Überwachungsprogramm unserer Verbündeten. Nur die ganz normalen Internetnutzer bleiben erstaunlich gelassen. Private E-Mails verschlüsseln? Fehlanzeige. Selbst viele Firmen verzichten darauf, ihre Korrespondenz zu codieren.

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stern.de, 10. Juli 2013 - Link

In Deutschland breiten sich die Masern wieder aus: Mehr als 1000 Masernfälle registrierte das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) bereits in diesem Jahr, vor allem Bayern und Berlin sind betroffen. Damit ist bereits im ersten Halbjahr mehr als das Sechsfache der Fallzahlen des gesamten Jahres 2012 erreicht – und das, wo Mediziner hofften, Masern bald gänzlich ausgerottet zu haben. Aber während Ärzte und Politiker in großer Sorge sind, scheint die Bevölkerung nach wie vor ein verharmlosendes Bild der Krankheit zu haben.

Ein bisschen Fieber, ein paar rote Flecken – wer Betroffene fragt, wie sie die Masern als Kind erlebt haben, bekommt meistens eine Beschreibung wie diese. Aber die Realität spricht eine andere Sprache. Im Juni starb ein Jugendlicher in Nordrhein-Westfalen an einer Gehirnentzündung, eine Spätfolge seiner sehr frühen Masernerkrankung. 40 Prozent der erkrankten Erwachsenen müssen in die Klinik, einer von 1000 stirbt an der Krankheit.

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Langfassung meines Interviews mit der Weltraumtouristin Anousheh Ansari, das am 6. Julli 2013 in der Stuttgarter Zeitung erschienen ist - pdf

Sie kommt in Highheels zum Interview und verschwindet trotzdem fast zwischen all den großen Männern, die sie umgeben: Anousheh Ansari ist die erste Weltraum-Touristin und hat viele Fans. Trotz ihrer Popularität ist sie am Boden geblieben und plaudert auch gerne mal aus dem Nähkästchen. Seit ihrem Raumflug auf die ISS hat sie eine Mission: Wenn alle Menschen einmal einen Blick von außen auf unsere Erde werfen würden, dann wäre die Welt eine Bessere. Im Interview spricht sie über Außerirdische, Gott, den Sinn der bemannten Raumfahrt und die Frauenquote.

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Stuttgarter Zeitung, 3. Juli 2011 - pdf, online

In Köln eröffnet am Freitag, 5. Juli, das „envihab“. In dem neuartigen Forschungszentrum sollen Erkenntnisse über die Folgen der Schwerelosigkeit gewonnen werden. Davon profitieren auch die Menschen auf der Erde.

Wie können sich Astronauten im All länger fit halten? Wie muss die Crew für einen Marsflug zusammen gesetzt sein, damit sie die lange Zeit auf engem Raum auch psychisch durchhält? Und was können bettlägrige Patienten tun, um Kreislaufprobleme und Knochen-Abbau zu verhindern?